Triumphator der Woche: Boris Johnson will illegale Migranten in »externe Gebiete« auslagern

Die britische Regierung unter Premierminister Boris Johnson will illegale Migranten bis zur Entscheidung über ihre in der Regel aussichtslosen Asylanträge außer Landes schaffen. Im Gespräch sind das Überseegebiet Gibraltar an der Südspitze Spaniens und die Insel Isle of Man in der Irischen See. Diese ist als Kronbesitz formal nicht Teil des Vereinigten Königreichs. Wie die Londoner »Times« weiter berichtete, sollen Migranten, die illegal aus einem sicheren Land wie Frankreich einreisen, sofort abgeschoben werden. Ein neues Gesetz sieht demnach auch lebenslange Haftstrafen wegen Menschenschmuggels vor.

Ziel der radikalen Reform ist es, die illegale Einreise über den Ärmelkanal zu stoppen. 2020 gelangten 8.420 Invasoren meist in kleinen Booten über die Meerenge nach Großbritannien. In diesem Jahr waren es bereits mehr als 800.

Innenministerin Priti Patel wolle die Pläne in Kürze vorstellen, schreibt die »Times«. Vorbild ist offenbar die erfolgreiche Vorgehensweise Australiens. Der zum Commonwealth gehörende Kontinent im Südpazifik hält Hunderte sogenannter Flüchtlinge und Asylbewerber in Internierungslagern auf der Pazifikinsel Nauru sowie auf der zu Papua-Neuguinea gehörenden Insel Manus fest.

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