Bravo, Reichelt: ›Bild‹-Auflage bricht um 17,4 Prozent ein!

Der Minusmann: Unter ihrem Chefideologen Julian Reichelt (40) verliert die »Bild«-Zeitung noch dramatischer als unter Vorvorgänger Kai Diekmann (»Refugees welcome«)

Klar, für den Shutdown-Irrsinn kann er nichts. Darunter litt vor allem der Einzelverkauf (Bahnhöfe, Flughäfen, Kiosk). Aber einen Großteil des historisch beispiellosen Auflageneinbruchs um 17,4 Prozent im zweiten Quartal 2020 darf sich ›Bild‹-Chef Julian Reichelt (40) getrost selbst zuschreiben. Der AfD-Interview-Verweigerer vergrault mit seinem ideologisch verblendeten Kurs immer mehr Leser.

Laut »Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern« (IVW) verkaufte ›Bild‹ im zweiten Quartal nur noch 1,078 Millionen »harte Auflage« – ein Minus von satten 17,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zieht man die Verkäufe der von Axel Springer aus kosmetischen Gründen mitgezählten Berliner ›B.Z.‹ von der ›Bild‹-Auflage ab, bewegt sich das Boulevardblatt inzwischen stramm auf die nächste Unterbietungsmarke von einer Million Exemplaren zu.

Generell gab es beim Mainstream ein böses Erwachen aus dem Shutdown-Irrsinn. Vor allem Titel mit einem hohen Anteil an Bordexemplaren mussten Federn lassen. So meldete das Düsseldorfer ›Handelsblatt‹ trotz einer stabilen Abo-Auflage rund 10 Prozent weniger Verkäufe. Grund: Die Zahl der Bordexemplare von rund 25.000 Exemplaren sank auf praktisch null. Unter dem Strich lag die verkaufte Auflage der Wirtschaftszeitung bei 120.005 Exemplaren (minus 10,3 Prozent). Ähnlich erging es der ›Süddeutschen Zeitung‹ – die Verkäufe der ›Alpen-Prawda‹ fielen um neun Prozent auf 307.973 Exemplare zurück.

Die größten prozentualen Verluste bei den überregionalen Tageszeitungen verzeichnete wiederum die ›Welt‹, deren ohnehin nur noch kümmerliche Auflage regelrecht implodierte (68.098 Exemplare/minus 43 Prozent). Das Springer-Blatt mit seinem »Starautor« Deniz Yücel erscheint somit immer mehr unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

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